ZIEHL-ABEGG entwickelt und baut spezielle Großventilatoren für Lackieranlagen

Wenn in der chinesischen Hafenstadt Tianjin im kommenden Jahr ein großes neues Automobilwerk in Betrieb geht, ist ZIEHL-ABEGG mit von der Partie: 26 spezielle Großventilatoren werden die Lackierstraßen mit frischer Zuluft versorgen

Gebaut wird das Werk von VW, Audi und dem Joint-Venture-Partner FAW (First Automotive Works). Für rund drei Milliarden Dollar, so Medienberichte, entstehen 6.000 Arbeitsplätze in der chinesischen Hafenstadt Tianjin. Die neue Fabrik soll im Jahr 2018 in Betrieb genommen werden und jährlich 300.000 Fahrzeuge produzieren. Tianjin ist das 107. Werk des Volkswagen Konzerns – und zugleich der 18. Produktionsstandort des Unternehmens in China.

Die Großventilatoren von ZIEHL-ABEGG blasen zum Teil bis zu 140.000 Kubikmeter pro Stunde ins Gebäude. Das entspricht dem 200-fachen Raumvolumen eines durchschnittlichen Einfamilienhauses. „Der Kunde hat sich für Ventilatoren von uns entschieden, weil wir letztlich bei Design und Konstruktion überzeugen konnten“, sagt Matthias Roll, der als Export Salesmanager bei ZIEHL-ABEGG arbeitet.

Das Künzelsauer Unternehmen setzt Ventilatoren mit höchster Effizienz ein, wodurch Motoren in kleinerer Ausführung gewählt werden konnten. „Das spart Strom im laufenden Betrieb“, unterstreicht Roll. Weil zudem Laufräder mit einer höheren Leistungsdichte eingesetzt wurden, kann der Ventilator insgesamt kleiner ausfallen – bei gleicher Luftleistung.

Dennoch wiegen die Großventilatoren bis zu drei Tonnen. In mehreren Tranchen werden die fertigen Ventilatoren im Kupferzeller Werk in große Seefrachtcontainer (40 Fuß) geladen, per Lkw in den Hamburger Hafen gebracht und dann sechs Wochen lang per Schiff nach China unterwegs sein. „Für die Zollformalitäten rechnen wir nochmals 10 Tage ein“, so Roll. Dann werden alle Produkte im chinesischen Werk von ZIEHL-ABEGG in Shanghai gelagert, bis sie auf der Baustelle benötigt werden.